Landwirtschaft

Charakterisierung

Das Gebiet in Hespengau, Selfkant und Jülicher Börde besteht im wesentlichen aus Ackerland, das Herver Land im wesentlichen aus Grünland und im Mergelland finden wir im allgemeinen gemischte Bodennutzung (Ackerbau, Grünland und Obstanbau). Die steilen Hänge und Täler im "Dreiländerpark" bestehen größtenteils aus Wald und/oder Grünland.

Landwirtschaftliche Großbetriebe kommen eigentlich nur in den großräumig strukturierten Gebieten des Selfkant (D) und des Hespengau (B) vor, die anderen Teile des "Dreiländerparks" sind durch mehr oder weniger Nutzungseinschränkungen auf Grund von Landschafts-, Natur-, Wasser- und weiterer Umweltgesetzgebung geprägt. Schon seit langer Zeit verschwinden durchschnittlich 3% der gesamten Landwirtschaftsbetriebe pro Jahr. In den letzten 3 Jahren lag der Prozentsatz noch höher.

Hauptprobleme

  • Export von Dünger und Abfallprodukten über die Grenze, verursacht durch unterschiedliche Gesetzgebung und Vorschriften bei Mineraldünger, Eutrophierung und Biozideinsatz.
  • Unterschiede bei Bodenpreisen, Beihilfe- und Steuerregelungen zwischen den Landesteilen bilden ein Hindernis für gute wechselseitige Abstimmung und Zusammenarbeit. Sie führen zu großen Unterschieden hinsichtlich der Chancen und Einschränkungen für die Landwirtschaftsbetriebe in den verschiedenen Teilgebieten.
  • Umwandlung von Grünland in Ackerland auf empfindlichem, hängigem Gelände (dies wurde unter anderem in NL-Limburg festgestellt).

Entwicklungsmöglichkeiten

  1. Einsatz von Landwirten für Natur-, Wasser- und Landschaftsbewirtschaftung mittels Bewirtschaftungsverträgen, Landbewirtschaftungsbeihilfen und Kaufregelungen auf Grundlage marktkonformer Vergütungen.
  2. Auf umweltschonende regionale Produkte setzen und direkten Absatz in den umliegenden städtischen Gebieten (großer Absatzmarkt) aktivieren.
  3. Förderung rentabler Nebenaktivitäten in Landwirtschaftsbetrieben, um ein annehmbares Einkommen zu gewährleisten.

Mögliche Themen- und Gebietsausarbeitungen

  • Vergleich der Gesetzgebung und der Vorschriften in den drei Ländern zu Nutzung, Bewirtschaftung und Umwelt. Untersuchung der Möglichkeiten, diese innerhalb der Region zu harmonisieren.
  • Stimulierung der Zusammenarbeit zwischen Betrieben im Dreiländerpark zum wechselseitigen Austausch von Rohstoffen und Produkten.
  • Bestandsaufnahme und Diversifikation der umweltfreundlichen Produktion und Verarbeitung und des Vertriebs von regionalen Produkten.

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