Die Entwicklungsperspektive

Die Entwicklungsperspektive ist durch die Gegenüberstellung der heutigen Merkmale des Gebiets (Strukturbilder) mit den für die Zukunft gewünschten räumlichen Entwicklungen (Wunschbilder) zustande gekommen. Die Abstimmung und Abwägung fand unter der Prämisse statt, die charakteristischen Eigenschaften des Gebietes bei zukünftigen Entwicklungen weiter zu verstärken und hervorzuheben.

Die Entwicklungsperspektive "Dreiländerpark" beschreibt die gewünschten Entwicklungen der Themen Landschaft und Kulturgeschichte, Natur, Wasser und Umwelt, Landwirtschaft, Fremdenverkehr, Verstädterung und Infrastruktur.

Entwicklungsperspektive "Dreiländerpark":

Der zukünftige Dreiländerpark ist ein attraktives, ökologisch ausgewogenes Gebiet, in dem Bewohner und Besucher auf angenehme Weise wohnen, arbeiten und sich erholen.

  • Wo das natürliche und kulturelle Erbe respektiert und die Verschiedenheit der Pflanzen- und Tierarten in einer robusten ökologischen Struktur erhalten, geschützt und entwickelt wird.
  • Wo die Landwirtschaft umweltschonend produziert und eine bedeutende Rolle bei Land- und Wasserbewirtschaftung sowie beim Naturschutz erfüllt.
  • Wo Sprachunterschiede und kulturelle Vielfalt Grundlage für wechselseitige Zusammenarbeit sind und für eine weitere wirtschaftliche Entwicklung des Gebiets genutzt werden.
  • Wo Unterschiede in der Gesetzgebung nicht auf die Region mit den geringsten Hindernissen "abgewälzt" werden dürfen.

Um diese Perspektive (die Idealsituation in 2020) zu erreichen, müssen in nachfolgenden Arbeitsbereichen strategische Leitlinien entwickelt und konkrete Maßnahmen ergriffen werden:

  • Pufferzonen zwischen den großen Städten erhalten und ggf. neu gestalten.
  • Die Entwicklung der Bebauung im zentralen Bereich steuern.
  • Begrenzung und landschaftliche Formgebung der Stadtränder (die Grenze zwischen Stadt und offenem Raum).
  • Große Infrastrukturproblembereiche beseitigen.
  • Naturgebiete im Kerngebiet verstärken, ausdehnen und miteinander verbinden.
  • Große Naturräume am Südrand (Ardennen/Nordeifel) und der Nordseite (Kempen) über die Bachtäler miteinander verbinden.
  • Wasserläufe und deren Einzugsgebiete renaturieren.
  • Landwirtschaftliche Großbetriebe sollen wie bisher ausschließlich großflächig auf den am Dreiländerpark grenzenden Lössböden wirtschaften. Kleinere Betriebe sollen multifunktional im Kerngebiet tätig sein. Ihre Chancen liegen in der Produktion regionaler Produkte und der Bewirtschaftung von Wasser und Landschaft sowie dem Naturschutz.
  • Förderung des Qualitätstourismus in der Dreiländerparkregion, jedoch mit Konzentration von Mega-Attraktionen (Vergnügungsparks, Großveranstaltungen) in den Stadträndern und der ruhigeren Formen im Kerngebiet. Naturgebiete und Bachtäler nur für sanften Tourismus bei entsprechender Eignung zugänglich machen.
  • Erhaltung und Förderung von Lebensqualität und Beschäftigung in der Region
  • Anstoßen von Projekten aus der Region (von Bürgern, Interessenverbänden und Gemeinden, AGENDA 21)

 

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